Aktuelles zu gekündigten Bausparverträgen

Schützen Sie Ihren Bausparvertrag vor einer rechtswidrigen Kündigung der Bausparkasse

Witt Rechtsanwälte informieren auf dieser Seite über das rechtswidrige Verhalten vieler Bausparkassen und die Möglichkeiten der betroffenen Bausparer sich zu wehren.

Bausparen ist ein bewährtes und nach wie vor sinnvolles Instrument der privaten Vorsorge. Leider ist der Ruf des Bausparens heute trotzdem in großer Gefahr. Die Bausparkassen haben ihr eigenes Produkt in den letzten Jahren schwer beschädigt. Seit 2013 kündigten sie in ca. 150.000 Fällen laufende Bausparverträge, obwohl die Bausparsumme noch nicht erreicht war.

Witt Rechtsanwälte haben bereits eine dreistellige Zahl dieser Kündigungen geprüft – keine einzige davon war rechtmäßig. Die Bausparkassen versuchen also massenhaft, Bausparverträge mit rechtswidrigen Kündigungen vorzeitig zu beenden. Damit wird nicht nur das Vertrauen der Bausparer schwer enttäuscht, sondern die Vorgehensweise der Bausparkassen stellt das Bausparen insgesamt in Frage.

Erfreulicherweise nimmt das eine stetig steigende Zahl der Bausparer nicht hin, sondern geht gegen die Kündigungen der Bausparverträge vor. Bundesweit klagen Bausparer vor den Gerichten gegen die Kündigungen der Bausparer. Leider ist vielen Betroffenen aber noch gar nicht bewusst, wie hoch der Wert ihres Bausparvertrages ist und dass die Kündigung der Bausparkasse rechtswidrig war.

Sie finden auf dieser Seite sowohl Informationen zu einzelnen Bausparkassen als auch zur allgemeinen Situation. Witt Rechtsanwälte bieten Betroffenen außerdem ein kostenfreies Informationsgespräch an. In vielen Fällen übernehmen Rechtsschutzversicherungen das Vorgehen gegen die Kündigung des Bausparvertrages. Auch nach der Abwicklung der Kündigung muss es nicht zu spät sein, um etwas zu unternehmen.

Die Bausparkassen wollen sich durch die Kündigungen die zukünftigen Guthabenszinsen und Verwaltungskosten sparen. Angesichts der aktuellen Niedrigzinsphase haben dafür sogar viele der Betroffenen auf den ersten Blick ein gewisses Verständnis. Das ist aus zwei Gründen falsch.

Erstens stammen viele der gekündigten Bausparverträge aus den 80er und 90er-Jahren und diese Bausparer haben jahrelang Guthabenszinsen weit unter dem Marktniveau hingenommen und eine Abschlussgebühr gezahlt. Die Bausparkasse hat an diesen Bausparverträgen bisher also mehr verdient, als sie in den letzten Jahren zahlen musste. Die Kündigung soll also keinen Verlust verhindern, sondern den Gewinn der Bausparkasse vergrößern. Das ist kein legitimes Ziel und verdient kein Verständnis.

Zweitens basiert der Bausparvertrag bei näherer Betrachtung immer auf einer Zinswette. Beide Parteien, Bausparer und Bausparkasse, spekulieren jeweils auf eine zukünftige Zinsentwicklung, durch die der Bausparvertrag zu einem Vorteil führt. Steigen die Zinsen für Immobiliendarlehen nach Abschluss des Bausparvertrages, geht die Spekulation des Bausparers auf, da er ein zinsgünstiges Bauspardarlehen erhalten kann. Fallen die Zinsen, so ist es umgekehrt. Damit nehmen schon bei Abschluss des Bausparvertrages beide Parteien in Kauf, dass der Erfolg von der zukünftigen Zinsentwicklung abhängt.

Es erschüttert daher die Grundfesten des Bausparens, wenn die Bausparkassen heute aufgrund der Zinsentwicklung kündigen wollen. Wären solche Kündigungen zulässig, wäre die Idee des Bausparens insgesamt gescheitert.